Mittwoch, 7. Januar 2015

[Rezension] Das Lied der weißen Wölfin - Claire Bouvier




"Das Lied der weißen Wölfin"

Claire Bouvier
Einzelband
Bastei Lübbe
413 Seiten
Historik, Liebe
8, 99 Euro als Taschenbuch
7,49 Euro als Ebook

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TaskChallenge Aufgabe 2: Ersterscheinung mindestens 2 Jahre her (erschienen 2012)

Inhalt:

Wir reisen in das Jahr 1882 nach Kanada.
Die junge Marie Blumfeld hat in ihrer Heimat Deutschland schreckliches erlebt, was sie dazu veranlasst, auf eine Anzeige hin, nach Kanada aus zu wandern um dort einen ihr vollkommen fremden Reverend zu ehelichen.
In der kanadischen Wildnis wird ihr Treck allerdings von Banditen überfallen, woraufhin Marie schwer verletzt wird. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in einem Lager der Cree Indianer und wird dort liebevoll gesund gepflegt und aufgenommen.
Eines Tages kommt eine Gruppe von Pelzhändlern in das Dorf und erkennt Marie von einem Steckbrief wieder. Die Gruppe, in der auch Philipp Carte mit dabei ist, nimmt Marie mit in ihre neue Heimat.
Dort abgekommen, ist aber gar nichts so, wie Marie es sich erhofft hat. Der Reverend ist ihr gegenüber sehr kühl und auch seine Familie ist eher abweisen als liebevoll.
Als Marie sich dazu bekennt, dass sie den Cree Indianern freundlich gesinnt ist, sorgt sie dafür für jede Menge Zündstoff in der kleinen Stadt. Erst recht, als sie in der Dorfschule als Lehrerin zu arbeiten beginnt und den Kindern von ihrem kurzen Leben bei den Cree berichtet. Trotz aller Mahnungen steht Marie zu ihrer Einstellung und begibt sich dadurch in große Gefahr.

Persönliche Meinung:

Als großer Kanada Fan musste dieses Buch natürlich in mein Regal einziehen und nun war ich auch endlich in Laune, es zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und mich sehr überzeugt, auch weitere Bücher von ihr zu kaufen und zu lesen. Es liest sich wirklich sehr flüssig und angenehm.

Die Geschichte an sich ist auch wirklich gelungen und spannend. Marie erlebt eine ganze Menge und man kann sich in sie hinein versetzen, was mir persönlich in Büchern sehr sehr gut gefällt. Wir bekommen hier nicht nur einen historischen Roman, sondern auch ein kleines Familiengeheimnis. Dieses wird in Form von Tagebucheinträgen von Marie nach und nach gelüftet, was mir wirklich gut gefallen hat.

Die Charaktere gefielen mir zum großen Teil sehr gut und waren alle gut ausgearbeitet. Natürlich gibt es auch hier, wie in jedem Buch, Charaktere die man mag und welche die man nicht leiden kann. Das finde ich aber eher positiv als negativ.

Natürlich darf hier die Liebesgeschichte nicht fehlen und diese gefällt mir auch sehr sehr gut und ist nicht so aufdringlich, dass sie das Buch dominieren würde.

Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es für mich persönlich jedoch schon:

Ich hätte mir wirklich etwas mehr "Kanada Feeling" gewünscht. Das Cover des Buches ist so bezaubernd und auch die Aufschrift "Kanada Roman" lässt auf so viel hoffen, dass ich davon ein klein wenig enttäuscht war. 
Auch die Cree Indianer hätten mich noch eingehender interessiert. Die Traditionen und Bräuche werden zwar angeschnitten, aber viele würde mich durchaus tiefgehender interessieren.
Das kanadische Leben hätte für mich etwas ausgeschmückter sein können.
Generell erschien die Geschichte in den letzten ca. 50 Seiten einfach sehr schnell und übereilt. Ich denke, dass dem Buch ein paar Kapitel mehr wirklich nicht geschadet hätten, ganz im Gegenteil. 

Fazit und Bewertung:

Ein schöner, nicht zu historischer Roman mit einem Familiengeheimnis gespickt. Auch zu empfehlen, für Historik Anfänger.
Für mich hätte es etwas mehr Kanada und Geschichte sein dürfen und vor allem ging mir am Ende alles etwas zu schnell.

Dennoch konnte mich dieses Buch sehr überzeugen und daher vergebe ich


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