Sonntag, 25. Januar 2015

"Fida" von Stefanie Maucher






"Fida"
Stefanie Maucher
Thriller
CreateSpace Independent Publishing Platform
230 Seiten
9,99 Euro als Taschenbuch
3,49 Euro als Ebook




SchockiBooksChallenge: Nervennahrung - Lies ein spannendes/nervenaufreibendes Buch
Task-Challenge 1. Aufgabe: Cover schwarz/weiß
Kunterbunt Challenge: unbekannter Autor


Inhalt:

Die dreizehnjährige Laura verschwindet nach einem Besuch in der Bibliothek spurlos und auch eine intensive Suche nach ihr bleibt erfolglos.
Auch ein Jahr nach diesem tragischen Ereignis, kann ihr Mutter noch nicht akzeptieren, dass sie nie erfahren soll, was aus ihrer Tochter geworden ist. Einmal in der Woche zieht sie los und geht den Weg zur Bibliothek ab und verteilt Suchplakate.
Dafür setzt sie auch die Ehe zu Lauras Vater aufs Spiel, der mit der Sache einfach nur noch abschließen möchte und nicht verstehen kann, warum seine Frau die Wunden immer wieder aufreißt.
Gleichzeitig erleben wir in Rückblenden mit Laura, wie ihr Verschwinden und die  Monate danach abgelaufen sind. Aus verschiedenen Perspektiven erfahren wir, was im letzten Jahr wirklich passiert ist.
Währenddessen stößt ihre Mutter in der Gegenwart auf eine heiße Spur.

Persönliche Meinung:

Durch eine Facebook-Gruppe und dem vermehrten auftauchen des "Fida" Covers wurde ich neugierig auf dieses Buch und lud es mir als Ebook auf meinen Kindle. Da von vorne herein klar war, dass es sich hier um Kindesentführung dreht, war ich etwas "ängstlich", wie das Buch auf mich wirken würde.
Doch als ich dann anfing zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören! Stefanie Maucher hat einen unglaublich tollen Schreibstil. Die Geschichte liest sich flüssig und ist durchweg spannend.

Wir erleben das ganze hier einmal in der Perspektive von Lauras Eltern, vor allem der Mutter, in der Gegenwart und auch ein Jahr zurück aus der Perspektive von Laura und ihrem Entführer.
Desweiteren erfahren wir aus der Sicht des Vaters des Entführers auch einiges aus der Kindheit und Jugend des Mannes.

Das ganze liest sich immer abwechselnd, ist aber an keiner Stelle verwirrend oder unpassend.

Die Geschichte ist so spannend geschrieben, dass man einfach nicht aufhören kann weiter zu lesen. Ich bin sehr froh, dass ich an diesem Tag auch die Zeit dazu hatte und es so in einem Rutsch durch lesen konnte.

Die Charaktere sind trotz der im Grunde wenigen Seiten gut ausgearbeitet und wir bekommen viel Einblick in die Seelen und Gedanken.
Die Mutter, die einfach so verzweifelt ist und nicht aufgeben möchte, bevor sie weiß, was aus ihrer Tochter geworden ist. Natürlich hofft sie, dass ihr Kind noch lebt. Aber man merkt manchmal schon, dass sie auch damit rechnet, dass ihre Tochter nicht mehr lebt. Aber auch das zu wissen wäre manchmal besser, als gar nichts zu wissen.
Der Vater, der einfach so sehr leider und es nicht zeigen kann. Er möchte am liebsten alles vergessen, doch seine Frau reißt seine Wunden immer wieder auf. Damit kann er einfach nicht mehr leben.
Dann natürlich Laura selbst, mit der wir alles erleben. Der Tag der Entführung und was sie dabei dachte und fühlte. Und das ist wirklich sehr schlimm.
In den Kopf des Entführers steigen wir auch und erfahren, wie "krank" dieser Mensch wirklich ist. Und vor allem in welch jungen Jahren sich dies schon zeigte. Und man fragt sich, ob man da nicht vielleicht was hätte machen können.
Aus Sicht seine Vaters erfahren wir, wie hilflos er ist und wie sehr ihm das zu schaffen macht, was aus seinem Kind geworden ist.

Natürlich ist dieses Thema wirklich sehr krass und gerade wenn man selbst schon Kinder hat, ist das natürlich noch krasser. Vor allem ist es sehr realistisch geschrieben und jeder weiß, dass sowas leider viel zu häufig auch in der Wirklichkeit passiert. Dennoch konnte ich das Buch ohne all zu großen Schock lesen, was jetzt nicht heißt, dass es mich kalt gelassen hat.

Fazit und Bewertung:

Ein kurzes aber spannendes Buch mit Suchtfaktor. Für Thriller Fans absolut zu empfehlen, man sollte das Thema aber verkraften.

"Fida" bekommt von mir


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